Ohne Neopren & Schnorchel: Aquasonic musizieren unter Wasser

Ich stehe in einem dunklen Raum, kann meine Hand vor Augen kaum sehen. Es ist still. Der einzige Klang, den ich wahrnehme, ist der dumpfe Sound von Wasserblasen – wie sie aufsteigen und sich ihren Weg an die Oberfläche bahnen. Glaswassercontainer von riesigem Ausmaß stehen vor mir. Sie sind nur spärlich beleuchtet und randvoll gefüllt. Ich kann kaum glauben, dass genau dort, in diesen Containern, in wenigen Minuten Menschen musizieren.

Dieses Erlebnis muss einfach einmalig sein. Obwohl ich sie bisher noch nicht live gesehen habe, stelle ich es mir genauso vor. Ich habe noch nie von einer Band gehört, die unter Wasser spielt. Aquasonic aus Aarhus sind wahrhaftig etwas Besonderes!

Die Idee zu dem Projekt stammt von den dänischen Musikern Laila Skovmand und Robert Karlsson. Gemeinsam mit Mitgliedern ihres Ensembles “Between Music” spielen und singen sie zu fünft unter Wasser. Jeder sitzt in seinem eigenem Aquarium mit Instrumenten, die sie selbst kreiert haben. Darunter befindet sich eine Unterwasser-Orgel, ein Crystallophone, ein Rotacorda, Percussion und eine Violine.

Jahrelang haben die Künstler mit Tiefseetauchern, Instrumentenbauern und Forschern an neuen speziellen Geräten gearbeitet, die sie für das Projekt einsetzen konnten, und perfektionierten zeitgleich eine besondere Technik, die es möglich macht unter Wasser zu singen.

“The result is a concert experience completely out of the ordinary; a deep dive into a magical new universe of images and sounds. It is organic, raw, aesthetic – and deeply original. “

Wer diese magische Konzerterfahrung nicht missen möchte, hat Ende Mai die Chance die Band in Rotterdam live zu erleben. Vom 27. bis 29. Mai werden sie beim Operadagen Festival in einem alten Lagerhaus auftreten, das speziell für den Event mit 200 Plätzen ausgestattet wurde. Die Tickets kosten 19,50 Euro und können auf der Festival Webseite gekauft werden.

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(c) Bilder: aquasonic.dk

 

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