Gar nicht mal so Post Punk: Bedfellows – World Apart EP

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Erst verstarb am Wochenende Velvet Underground-Gründungsmitglied Lou Reed und gerade eben ging die nächste Todesnachricht über die Ladentheke. Im Sekundentakt verabschiedeten sich am gestrigen Nachmittag Musiker und Freunde von Lou Reed. Von respektierlich angehalten bis ausschweifend rührselig war eigentlich alles dabei. Ein paar Stunden später war das Thema Lou Reed allerdings auch wieder durch und ich hätte am liebsten in meine Timeline gekotzt. Muss denn wirklich jedes mal eine Diskussion über den Gebrauch von RIP gestartet werden? Und könnt ihr mir den Ort im Internet zeigen, wo all die so tiefgründigen Lou Reed-Kollagen herkommen? Ich brenne ihn gerne nieder, zusammen mit der heuchlerischen Anteilnahme.

Was bleibt nach so einer RIP-Welle? Eine eingestaubte Lieblingsplatte mit ranzigen Eselsohren. Das ist aber ok, denn der Staub zwingt mich, nicht zu vergessen. Was aber zwingt einen Musiker, nicht zu vergessen? Am ehesten wohl die öffentliche Darstellung, schon allein das Influences-Feld auf Facebook muss wohl überdacht werden. Bei den Bedfellows lese ich Namen wie My Bloody Valentine, Sonic Youth und natürlich The Velvet Underground. Ich vermisse allerdings auch Namen, die mir weitaus offensichtlicher erscheinen. Wo sind The Smiths und Talking Heads? Denn so Post Punk seid ihr gar nicht, wie ihr glaubt. Dennoch ist die neue EP World Apart ziemlich großartig. Eine riesengroße 80s Synthpop-Disco. Hört mal rein.

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