Dirty Beaches träumt in Neon

Man nehme die stoische Dekadenz eines Nicolas Winding Refn und mache sie mit der verstörenden Kontinuität eines Gaspar Noés bekannt. Das Schauspiel lässt man auf den Straßen Berlins und in den Hurenhäusern Hamburgs stattfinden. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der rastlos und hungrig ist. Er wird getrieben von den neon leuchtenden Lichtern der Stadt, die ihn blenden. Ihm glauben lassen, er würde bald ankommen. Ist es das, was uns Alex Zhang Hungtai aka Dirty Beaches zeigen will? Oder hat er einfach nur zu oft Drive gesehen?

Der aus Taiwan stammende Hungtai hat schon in vielen Städten gelebt, Montreal, Queens und Berlin sind nur einige seiner Stationen. Die Rolle, die er im Video zu “I Dream in Neon” übernimmt, ist somit keine ungewohnte. Sein aktuelles Album Drifters / Love is the Devil ist ein obsessiver Ritt durch die Nacht, experimentell und sehr lo-fi. Die Gasse kann noch so dunkel sein, Dirty Beaches betritt sie.

Als Regisseur zeichnet sich Michael Lawrence verantwortlich, Teil des großartigen Director-Kollektivs Bears Calling.

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