FKA Twigs macht mir große Augen mit Water Me

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Twigs ist ihr Name, sie trägt eine dieser kitschigen Namensketten, damit sie nur mit dem Finger drauf zeigen muss, wenn sie nach ihrem Namen gefragt wird. In London brauch sie sich darum allerdings keine Gedanken machen, da wird sie schon als neues schillerndes Ausnahmetalent gefeiert. Mit dem Jacke anziehen, da sind die Engländer ja immer recht schnell. Sie selbst findet sich so gar nicht schillernd. Aufgewachsen in Gloucestershire. Einem Ort, der es irgendwie schafft zentral zu liegen und doch im Nirgendwo Englands vor sich hin vegetiert. Bristol, Birmingham, London, für Twigs unerreichbar, denn im Schlamm stecken gebliebene Traktoren versperrten bis zu ihrem 18. Lebensjahr den Weg.

Das Singen und Tanzen war immer schon eine wichtige Sache für Twigs. In London nun doch angekommen, entschied sie sich schon bald es Karrieretechnisch bei der Musik zu belassen. Was sie aber nicht davon abhält, heute noch mehrmals die Woche Ballett und Hip Hop tanzen zu gehen. Ansonsten ist Twigs ein eher ruhiges Mädchen, geht nicht viel aus. Lässt sich gern besuchen, statt selbst vor die Tür zu treten. Verbringt sehr viel Zeit im Studio, baut Beats. Das Kleinstadtleben kriegst du nicht raus. Selbst im ach so hippen London nicht, wo nun jeder etwas von ihr will. Cover-Magazine, Interviews, Anfragen über Anfragen. Der Nachfolger zu ihrer Debut EP aus dem letzten Jahr wird das Interesse sicherlich noch um einiges anheben. FKA Twigs‘ Video zu “Water Me” ging bereits gestern durch sämtliche Kanäle und bei solch großen Kulleraugen ist es wahrlich schwer, unbeeindruckt wegzuschauen. Weghören genauso wenig. Ich mag diesen esoterischen Trip-Hop Sound so unglaublich gern und dazu dieser unglaublich feinfühlige Gesang. Ich möchte dieses Lied vor allem Bösen auf der Welt beschützen!

EP 2 erscheint via XL/Young Turks am 9. September.

via Pitchfork

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