Songs From a Room – Berlin nr.1

Letzten Mittwoch war es soweit: Songs From a Room oder auch kurz Sofar feierte in Berlin seine Premiere und ich durfte live dabei sein, sowie viele andere Musikliebende. Aber fangen wir von vorne an. Sofar fand im März 2009 das erste mal in London in einem ganz normalen Wohnzimmer statt. An der Location hat sich bis heute nichts geändert. Ob es nun mittlerweile Städte wie New York, Los Angeles oder auch Paris sind, zu Gast ist man immer in den 4 Wänden eines Musikliebhabers. Warum nicht in einem Club oder einer Bar um die Ecke? Ganz einfach! Ihr quatscht, seid abgelenkt, ständig ist Bewegung, Tür auf Tür zu. Konzentriert ihr euch dann aber tatsächlich mal auf die Band, seid ihr spätestens nach ein paar Minuten angenervt, weil irgendwer sich immer mit was anderem beschäftigt. Diese Künstler kennen es meistens nicht anders und haben es akzeptiert, dass sie zu solchen Anlässen nicht immer im Mittelpunkt stehen. Dem Singer Songwriter Passion Ate Dave hat das nicht mehr geschmeckt und so entstand die Idee von Sofar. Das Wohnzimmer, ein wirklich intimer Ort wird kurzerhand zum Konzertsaal umfunktioniert.

Das Publikum ist wahrlich handverlesen, die heimliche Wohnung füllt sich mit Leuten aus der Musikindustrie, mit Künstlern und Musikliebhabern. Ich erlaube mir jetzt eine weitere Gattung hinzuzufügen, den Bloggern. Denn darum schreibe ich jetzt auch diesen Text hier, we need to spread the word! Ihr könnt mir wirklich glauben, ich habe noch nie zuvor so intensiv einer Band zugehört. NEVER! Selbst in meinen eigenen vier Wänden krieg ich das nicht auf die Reihe! Wie kann das sein? Drei ganz einfache Regeln gibt es im Sofar Club. 1. Mund halten! Es wird nicht geredet, aber es darf mitgesungen und geklatscht werden oder wie auch immer du dein Taktgefühl definieren magst. 2. Es wird bis zum Ende geblieben, komme was wolle! 3. Die wohl wichtigste Regel: spread the word! Du hattest schließlich einen tollen Abend, also erzähl es auch deinen Freunden, besuch die Bands auf ihrer Page. Like sie. Tweete über sie, ach nimm sie einfach unter Vertrag oder kauf ihnen zumindest eine CD ab und spiel sie deiner Freundin vor!

Ich hatte eine Menge Spaß, habe vier wirklich grandiose Live-Acts sehen dürfen, von denen ich vorher noch nie in meinem Leben etwas gehört habe. Ich konnte Freunde glücklich machen mit diesem Abend, habe neue Freunde gefunden und bei einigen ganz neue Seiten entdeckt. Ein wirklich großer Dank geht an Kathi+Tobi, Henning und vor allem Rafe, dass sie Sofar mal eben nach Berlin geschaukelt haben. Ein Vögelchen hat mir auch schon geflüstert, dass Ende Juli der nächste Abend ansteht. Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein.

Jetzt müsste doch eigentlich noch was zu den Bands kommen. Ich bin aber mal so frei und verweis hier auf den Kollegen Clint Seppowitz von lowtape.com, der sehr ausführlich über die Bands geschrieben hat und sie wirklich angemessen vorstellt. Ich könnte es im Leben nicht besser! Die Fotos sind übrigens auch von ihm! Danke Seppi.

Sofar:
Facebook
Homepage

Die Bands:
Dominique Marquee
Schmidt
Ben Galliers
Unterwegs

1 Comment
  1. Ihr geilen Vögel.
    Wie kann man denn über einen super Abend eine noch tollere “Kritik” schreiben. Ich danke dir für diesen ehrlichen Ton!

    Liebe Grüsse

    Henning

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